Cum-Ex: Köln will Verfahren offenbar nach Hamburg abgeben

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/index-rss.xml Hits: 30
Summary

AUDIO: Cum-Ex: Übernimmt Hamburger Staatsanwaltschaft? (1 Min) Cum-Ex: Köln will Verfahren offenbar nach Hamburg abgeben Stand: 20.05.2026 07:05 Uhr Werden die Cum-Ex-Steuervergehen der Hamburger HSH Landesbank nach Jahren doch noch juristisch geahndet? Wie das "Handelsblatt" berichtet, will die Kölner Staatsanwaltschaft das Verfahren nun nach Hamburg abgeben - angeblich bald. Die Fälle liegen schon länger zurück. Zwischen 2006 und 2011 soll die gemeinsame Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein mehr als 110 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Später beauftragte die HSH selbst eine Anwaltskanzlei mit der Aufklärung und zahlte Steuern zurück. Plus Zinsen. Hamburgs heutiger Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der damals Finanzsenator war, sagte 2013: "Bankgeschäfte, die darauf abzielen, den Steuerzahler zu schädigen, sind für eine Landesbank und jedes andere seriöse Finanzinstitut völlig unvertretbar." Ein Zeichen guter Zusammenarbeit? Umfassende Ermittlungen zu den Cum-Ex-Fällen der HSH hat wesentlich später die Kölner Staatsanwaltschaft aufgenommen. Und die will das Verfahren nun laut "Handelsblatt" nach Hamburg abgeben. In Senatskreisen heißt es, das könne man als Zeichen für eine gute Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Hamburg in Sachen Cum Ex werten. Eine offizielle Stellungnahme gibt es bislang nicht. Linke warnt: Fall soll beerdigt werden David Stoop von den Linken meint, wenn der HSH-Fall wirklich nach Hamburg abgegeben werde, wäre das ein herber Rückschlag für die Aufklärung. Er warnt davor, dass die Ermittlungen in Hamburg "beerdigt werden". Scholz vor U-Ausschuss Kanzler Scholz wird heute zum dritten Mal vor dem Hamburger Untersuchungsausschuss zum Cum-Ex-Skandal befragt. Welche Rolle spielt die Privatbank Warburg? Und wie wurde Cum-Ex zur politischen Affäre? Von M. Bognanni.

First seen: 2026-05-20 05:32

Last seen: 2026-05-21 10:56