50 Millionen Euro erhält die Bundespolizei in diesem Jahr zusätzlich allein für die Abwehr von Drohnen. Zusammen mit einer Verschärfung des Luftsicherheitsgesetzes und einer neuen Drohnenabwehreinheit reagiert die Bundesregierung damit auf die steigende Zahl von unbemannten Flugobjekten im Bereich kritischer Infrastruktur: Im Oktober 2025 etwa musste der Flugbetrieb am Flughafen München gleich mehrfach eingestellt werden, weil Drohnen gesichtet wurden. Seit Kurzem dürfen in Deutschland die Streitkräfte, sprich die Bundeswehr, die Polizei bei der Abwehr von Drohnen unterstützen – bei Bedarf auch mit „Waffengewalt“, wie es heißt. Doch ein simples Abschießen der kleinen Flugkörper mit herkömmlichen Waffen ist leichter gesagt als getan. Deshalb entwickeln sowohl private Unternehmen als auch Forschungszentren immer neue High-Tech-Methoden, um Drohnen zu erkennen und sie anschließend aus der Luft zu holen, etwa indem man ihre Funkverbindung stört oder mithilfe von Laserstrahlführung. Gänzlich mechanisch ist dagegen der Ansatz, den Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) kürzlich vorgestellt haben. Sie haben untersucht, wie effektiv das „Bolaprinzip“ bei der Abwehr der Flugobjekte ist. Eine Kette soll Drohnen außer Gefecht setzen „Wir nutzen ein bekanntes physikalisches Prinzip, wie es etwa Hirten in Südamerika als Bola einsetzen, und passen es gezielt an die Drohnenabwehr an“, sagt Professor Claus Mattheck, Distinguished Senior Fellow am Institut für Angewandte Materialien des KIT. Traditionelle Bolas haben Kugeln an den beiden Enden eines Seils, die sich bei Kontakt mit dem Ziel verschlingen. Die KIT-Forscher haben stattdessen dünne Ketten mit einer Länge von zwei Metern und einem Durchmesser von drei bis vier Millimetern getestet. Empfohlene redaktionelle Inhalte Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetz...
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