Grellgrün statt klar und durchsichtig: In Hamburg sind am Donnerstagmorgen zahlreiche Brunnen durch ihr stechend grünes Brunnenwasser aufgefallen. Was steckt hinter dieser Aktion? Mit leuchtend grünem Wasser in mehreren Hamburger Brunnen haben die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion gegen die Gaspolitik der Regierung protestiert. Dafür hat die Gruppe eigenen Angaben zufolge am Morgen vier Brunnen in der Innenstadt sowie Wasserbecken in den Wallanlagen mit dem ungiftigen Farbstoff Uranin eingefärbt. Mit den Aktionen in Hamburg und einem Dutzend weiteren deutschen Städten will die Gruppe eigenen Angaben zufolge gegen die konzernfreundliche Gaspolitik und das «Greenwashing» von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche protestieren. Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam zu machen. Das Wasser vom Vierländerin-Brunnen in der Innenstadt leuchtet grell grün. picture alliance/dpa/Bodo Marks Das Wasser vom Vierländerin-Brunnen in der Innenstadt leuchtet grell grün. Der fluoreszierende Farbstoff wird unter anderem zur Dichtheitsprüfung, als Köder im Angelsport und für Badesalze verwendet. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit von der Intensität nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen. Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden. Der Polizei zufolge werde nun genau geprüft, was genau da eingeleitet wurde. Es gebe zunächst keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um einen Stoff gehandelt hat, der die Gewässer strafrechtlich relevant verunreinigt hat. Das könnte Sie auch interessieren: Macheten-Alarm in der S-Bahn: Fahrgäste flüchten aus dem Zug In der vergangenen Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewäh...
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