AUDIO: Streit über Flüchtlingsunterkunft in Neugraben-Fischbek (1 Min) Streit über Flüchtlingsunterkunft in Neugraben-Fischbek Stand: 21.05.2026 11:19 Uhr Die Flüchtlingsunterkunft "Am Röhricht" in Neugraben-Fischbek sollte Ende dieses Jahres schließen. Die Stadt Hamburg will den Standort aber ein Jahr länger halten. Die Bürgerinitiative Neugraben-Fischbek wirft den Verantwortlichen Vertragsbruch vor. Die Unterkunft bleibt bis Ende nächsten Jahres, versichert die Sozialbehörde. Aktuell gibt es dort 600 Plätze. Diese würden dringend gebraucht, denn alle Unterkünfte seien nahezu vollständig ausgelastet - trotz sinkender Zahlen bei den Asylanträgen. So begründet die Sozialbehörde die aus ihrer Sicht notwendige Verlängerung der Laufzeit der Unterkunft. Stadt: Verlängerung ist rechtens Die Stadt verweist auf die von allen Initiativen unterzeichnete Vereinbarung zur Ergänzung der vor zehn Jahren geschlossenen Bürgerverträge. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine waren längere Laufzeiten für Unterkünfte vereinbart worden. Bürgerinitiative: Keine Notlage mehr Das war ein Zugeständnis an die Stadt in einer Notlage, als viele ukrainische Geflüchtete ankamen, so Sven Blum von der Bürgerinitiative Neugraben-Fischbek. Das könne aber keine Dauerlösung sein. Aus Sicht der Bürgerinitiative gibt es keine Notlage mehr bei der Unterbringung von Geflüchteten. Stattdessen habe die Stadt versäumt, rechtzeitig neue Unterkünfte zu bauen. Auch Bewohner beschweren sich über die Zustände in der Unterkunft am Überseering. Kurzfristig wurden einzelne Bereiche abgesperrt.
First seen: 2026-05-21 09:55
Last seen: 2026-05-22 07:14