Die deutschen Warenexporte in die USA im ersten Quartal haben die Importe von dort um 12,4 Milliarden Euro übertroffen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Im ersten Quartal 2025 hatte der Exportüberschuss mit den USA noch 17,8 Milliarden betragen. Der Rückgang beträgt damit 30,5 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren vor allem sinkende Ausfuhren von Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen, welche wiederum mit von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zöllen zusammenhängen. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres Waren im Wert von 36,2 Milliarden Euro in die USA exportiert. Umgekehrt wurden Waren im Wert von 23,8 Milliarden Euro von dort nach Deutschland importiert. Die Exporte in die USA brachen damit um 12,1 Prozent ein, während die Importe um 1,9 Prozent wuchsen. Autoindustrie trotz Rückgangs noch mit größtem Exportüberschuss Der Handel mit Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen hat mit fünf Milliarden Euro zwar immer noch den größten Anteil am deutschen Exportüberschuss. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist er aber um 35,5 Prozent gesunken. Insgesamt exportierte Deutschland im ersten Quartal Fahrzeuge im Wert von 6,5 Milliarden Euro in die USA. Das waren 28,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die entsprechenden Importe aus den USA legten zugleich um 13,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Im Bereich Maschinen betrug der deutsche Exportüberschuss mit den USA 4,9 Milliarden Euro und damit 4,8 Prozent weniger als im ersten Quartal 2025. Auch bei pharmazeutischen Erzeugnissen (3,4 Milliarden Euro/minus 18,7 Prozent) sowie elektrischen Ausrüstungen (1,9 Milliarden Euro / minus 5,3 Prozent) erzielte Deutschland einen Exportüberschuss. Bei Erdöl und Erdgas wies Deutschland ein Defizit von drei Milliarden Euro aus. Auch der Handel mit Kohle und Kokereierzeugnissen wies ein Defizit auf (jeweils -0,3 Milliarden Euro). Die Europäische Union hatte sich am Mittwoch auf ein Zollabkommen mit den USA geeinigt, das 15 Prozent Zölle auf die über...
First seen: 2026-05-21 09:55
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