Die Konjunkturexperten der EU senken ihre Wachstumsprognose für Deutschland. Sie erwarten nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent. Im vergangenen Herbst hatte die EU noch mit einem Wachstum von 1,2 Prozent in Deutschland gerechnet. Auch die Erwartungen für die EU insgesamt fallen niedriger aus als im Herbst: Statt 1,4 erwarten die Konjunkturexperten jetzt ein Wachstum um 1,1 Prozent. Für die 21 Länder der Eurozone liegt die Prognose bei 0,9 Prozent. Die Erwartung für Deutschland fällt somit schlechter aus als für Eurozone und EU insgesamt. Auch das Ausmaß, in dem die Experten ihre Prognose anpassten, ist mit einer Differenz von 0,6 Prozentpunkten für Deutschland größer. Dennoch fällt die Prognose der EU-Kommission etwas positiver aus als die Erwartungen der Bundesregierung: Diese hatte sie Ende April ebenfalls halbiert und rechnet 2026 nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum. Grund für die gedämpften Erwartungen sind hohe Energiepreise infolge des Irankriegs. Bis zu dessen Beginn Ende Februar habe man mit einem moderaten Wachstum und einem Rückgang der Inflation gerechnet, heißt es in einer Mitteilung der Europäischen Kommission: »Als Nettoimporteur ist die Wirtschaft der EU besonders anfällig für den durch den Konflikt im Nahen Osten verursachten Energieschock.« Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
First seen: 2026-05-21 09:55
Last seen: 2026-05-21 10:56