Zwischen Assembler und Altpapier: Warum nicht die Sprache das Problem der Voyager-Sonden ist Die Voyager-Raumsonden laufen mit einer Programmiersprache, die nur wenige beherrschen. Und es gibt weitere Herausforderungen beim Betrieb des Nasa-Projekts. 21. Mai 2026 um 13:45 Uhr / Patrick Klapetz Illustration der Voyager-Raumsonde im Weltraum Bild: NASA, ESA, and G. Bacon (STScI) Die US-Raumfahrtbehörde Nasa steuert die Voyager-Sonden nach wie vor mit Software, die in einer Programmiersprache geschrieben ist, die heute nur wenige beherrschen. Jedoch liegt die Herausforderung beim Betrieb der Raumsonden nicht ausschließlich in den verwendeten Programmiersprachen(öffnet im neuen Fenster). Eine weitere Herausforderung ist, qualifiziertes Personal für eine endliche Mission zu finden. Auch wenn im September 2027 das 50. Startjubiläum der Voyager-Missionen gefeiert wird, können die Sonden je nach verfügbarer Sendeleistung vermutlich noch bis etwa 2036 im Empfangsbereich des Deep Space Network bleiben. Eines der größten Probleme ist jedoch die lückenhafte Dokumentation der ursprünglichen Daten und nicht die Programmiersprache.Voyager: Assembler und Fortran als KommunikationsspracheZunächst einmal befinden sich auf jeder der beiden Raumsonden drei Computersysteme: das Computerbefehlssubsystem, das Subsystem zur Lage- und Bewegungssteuerung und das Flugdatensubsystem. Letzteres war für den fünfmonatigen Kommunikationsausfall von Voyager 1 Ende 2023 und Anfang 2024 verantwortlich.Die Bordcomputer laufen mit Assemblersprache, die für speziell entwickelte, interruptgesteuerte Prozessoren von General Electric in den frühen 1970er Jahren entworfen und hergestellt wurde. Die Bodensysteme und älteren Missionswerkzeuge wiederum nutzen Fortran, eine in den 1950er Jahren entwickelte Programmiersprache. Im Alltag von Softwareentwicklern haben diese Programmiersprachen eine eher geringe Bedeutung. Fließende Kenntnisse in Assembler sind kein Standardbestandteil der Ausbildung mehr. Während ...
First seen: 2026-05-21 11:57
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