Die Rente ist immer ein Aufreger-Thema. Aktuell löst ein «Bild»-Bericht Diskussionen im politischen Berlin aus. Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission, die bis Ende Juni Vorschläge für umfassende Reformen der Alterssicherung machen soll, wolle eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und eine langfristige Absenkung des Rentenniveaus empfehlen, heißt es darin. Mitglieder des Gremiums wiesen zwar umgehend zurück, dass schon Empfehlungen feststehen, aber die Diskussion ist ein Vorgeschmack, auf das, was demnächst kommt. Was ist das für eine Kommission? Die Bundesregierung hatte sie im Winter eingesetzt, um Vorschläge für die langfristige Finanzierung der Rente zu erarbeiten. An ihnen will sich die Politik bei späteren Reformen orientieren. Die Kommission arbeitet nach Regierungsangaben unabhängig und «frei von Weisungen». Aber das Gremium tagt nicht im luftleeren Raum. Es sitzen darin neben Wissenschaftlern auch Vertreter der drei Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Was hat «Bild» nun berichtet? Dem Bericht zufolge wollen die Experten empfehlen, das Renteneintrittsalter schrittweise von 67 auf 70 Jahre anzuheben. Wer ab den 2060er Jahren in Rente geht, für den würden die 70 gelten, betroffen wären damit die ab 1990 Geborenen – die heutigen Mittdreißiger und jüngere Menschen. Außerdem solle das Rentenniveau nach 2031 von 48 Prozent schrittweise auf 46 Prozent sinken. Das beschreibt vereinfacht das Verhältnis einer Standardrente zum Durchschnittslohn. Diskutiert werde zudem, ob langjährig Versicherte weiterhin schon zwei Jahre früher ohne Abzüge in Rente gehen können sollen (die frühere «Rente mit 63»). Was ist dran? Es gab schnellen Widerspruch aus der Bundesregierung und von Mitgliedern der vertraulich tagenden Kommission. Alle machten deutlich, dass bisher nichts entschieden sei. Es dauere noch ein paar Wochen, bis das Gremium seine Vorschläge vorlegen werde, hieß es. Warum kommen dann jetzt diese Zahlen? Über die Gründe lässt sich nur s...
First seen: 2026-05-21 12:58
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