Mehrere Hilfsorganisationen zeigen sich angesichts des Ebola-Ausbruchs im Kongo alarmiert und fordern größere internationale Unterstützung. Sowohl Hilfsgüter als auch medizinisches Personal seien nötig, sagte Hama Amado, Koordinator der Hilfsorganisation Alima in der besonders betroffenen Stadt Bunia. Das Virus greife nach wie vor in mehreren Gegenden um sich. »Wir sind noch weit davon entfernt, sagen zu können, dass die Lage unter Kontrolle ist.« Die Leiterin des Nothilfeprogramms von Ärzte ohne Grenzen, Trish Newport, sagte, jede Klinik, die ihre Teams bisher kontaktiert hätten, klage über Überfüllung. Vor allem Schutzausrüstung für Gesundheitszentren würde dringend gebracht, um das Virus einzudämmen. Medizinische Hilfsgüter werden am Jomo-Kenyatta-Flughafen in Nairobi verladen. © Tony Karumba/AFP/Getty Images Mehr als 130 Menschen sind in den vergangenen Wochen im Kongo sowie in Uganda mutmaßlich an einer seltenen Variante des Ebola-Virus gestorben, Hunderte haben sich infiziert. »Es ist eine Armutsseuche« Der Leiter des Afrika-Referates von Caritas international, Volker Gerdesmeier, sagte, es sei sehr beunruhigend, dass Ebola offensichtlich bereits die weiter südlich gelegene Stadt Goma in der Provinz Nord-Kivu erreicht habe. Ein erster Fall sei dort registriert worden. Laut Gerdesmeier ist es kein Zufall, dass Ebola erneut im Ostkongo ausgebrochen ist. »Es ist eine Armutsseuche, die durch unhaltbare hygienische Zustände und eine völlig überforderte Gesundheitsversorgung ausgelöst wird«, sagte er. Die Region müsse »endlich aus ihrer unsäglichen Lage herauskommen, die durch militärische Gewalt immer weiter eskaliert«. Doch dafür müsse die Welt endlich hinsehen. Fast eine Million Binnenvertriebene in Ituri Seit Jahren zerrütten Konflikte den Ostkongo. Allein in der Provinz Ituri, deren Hauptstadt Bunia ist, gibt es nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 920.000 Binnenvertriebene. »Die Gemeinden im Osten der Demokratischen Republik Kongo stehen bereits unte...
First seen: 2026-05-21 15:00
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