„Deutschland soll wieder Toptechnologieland werden, mit mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wertschöpfung, aber auch mit mehr Sicherheit und Souveränität in der gegenwärtigen unsicheren geopolitischen Lage. Innovation ist unsere neue Standortpolitik.“ Mit diesen markigen Worten stellte Forschungs- und Technologieministerin Dorothee Bär (CSU) am Donnerstag die ersten sechs „Roadmaps“ für die Schlüsseltechnologien der Hightech-Agenda Deutschland (HTAD) vor. Mit den Fahrplänen will Bär mit ihrem eigenen und anderen Ministerien zusammen das umsetzen und einlösen, was die schwarz-rote Bundesregierung im Koalitionsvertrag vor einem Jahr vollmundig versprochen hat.So soll in Deutschland bis 2040 das weltweit erste kommerzielle Fusionskraftwerk in Betrieb gehen, bis 2028 soll die erste Krebsimmuntherapie auf Basis von Boten-RNA (mRNA) zugelassen und bis 2030 ein fehlerkorrigierter Quantencomputer entwickelt werden. Zudem soll Deutschland zum europäischen Zentrum für Chipdesign und gemeinsam mit europäischen Partnern zum weltweit führenden Standort für Künstliche Intelligenz (KI) ausgebaut werden.Kann Deutschland in der Batterietechnologie aufholen?Und natürlich will man auch auf dem Gebiet der Batterietechnologie schnell wieder aufholen und verlorenes Terrain zurückgewinnen. Es soll eine Wertschöpfungskette aufgebaut werden, die Deutschland weniger erpressbar durch Rohstoffabhängigkeiten macht. „Ohne leistungsfähige Batterien haben wir keinen Solarstrom für die Nacht, keine Elektromobilität, keine klimaneutrale Industrie“, so Bär.Die Ziele sind ehrgeizig, die Zeitpläne straff. Doch die Hightech-Agenda kann nicht über Realitäten hinwegtäuschen. Während Deutschland ohne Zweifel in der Fusionsforschung, Quantentechnologie und Biotechnologie die Nase vorn und hier bereits erste erfolgreiche Schritte in die Anwendung getan hat, scheint es doch zweifelhaft, ob man in der Batterietechnologie und Chiptechnologie jemals mit den rasanten Entwicklungen in China wird mithalten können. ...
First seen: 2026-05-21 17:03
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