Die wahnwitzige Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem Autoknacker endete im vergangenen Dezember mit einem Busunfall. Jetzt steht der 38-Jährige zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen vor Gericht. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Diebstahl und versuchten Diebstahl, sowie dem 38-Jährigen zudem noch Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Am Abend des 22. Dezember vergangenen Jahres sollen die Angeklagten im Tegelweg in Farmsen-Berne teils mit weiteren unbekannten Mittätern zwei abgestellte Transporter aufgebrochen haben, um Wertgegenstände daraus zu stehlen. Während sie aus einem Mercedes Vito einer Firma Werkzeugkoffer klauten, fanden sie im anderen Fahrzeug laut Anklage keine stehlenswerten Gegenstände. Als um kurz nach 20 Uhr eine Polizeistreife auf den 38-Jährigen aufmerksam wurde, drückte der aufs Gaspedal. Ohne Führerschein und ohne Licht bretterte er dann laut Anklage über zwei rote Ampeln und überholte mehrere Autos. Verfolgt von Streifenwagen kam der Mann bis zur Straße Barmwisch in Bramfeld. Dort soll er dann versucht haben, zwischen einem Linienbus und einem entgegenkommenden Auto hindurchzurasen. Sieben Verletzte nach Bus-Unfall Das ihm entgegenkommende Fahrzeug stieß dadurch gegen den Kantstein und drehte sich um 180 Grad. Der Linienbus kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem dort befindlichen Laternenmast. Der Angeklagte blieb mit seinem Wagen zwischen dem Bus und dem zweiten Auto stecken. Laut Feuerwehr wurde er dabei eingeklemmt und schwer verletzt. Die Rettung mit hydraulischem Gerät gestaltete sich äußerst schwierig und langwierig. Erst nach rund einer Stunde war der Mann befreit. Ein Rettungswagen und ein Notarzt brachten ihn in eine Klinik. Auch die drei Insassen des zweiten Autos, sowie der Busfahrer und zwei Fahrgäste wurden bei dem Geschehen verletzt. Das könnte Sie auch interessieren: Verfolgungsjagd endet mit Bus-Crash:...
First seen: 2026-05-22 07:14
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