Scharfer Wortwechsel wegen russischer Exklave KaliningradMoskau reagiert mit scharfen Worten auf Äußerungen aus Litauen zur militärischen Verwundbarkeit der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach auf Reisen in Peking von „kurzsichtigen Politikern“ im Baltikum, „die mit Russophobie durchtränkt sind“, wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Weil die baltischen Staaten „geradezu wahnhaft russlandfeindlich“ seien, handelten sie gegen ihre eigenen Interessen, sagte Peskow.Litauens Außenminister Kestutis Budrys hatte vor kurzem in einem Interview der „Neuen Zürcher Zeitung“ über die Bedrohung durch Russland und Belarus gesprochen und eine energische Abschreckung durch die Nato verfochten. Befragt nach dem benachbarten Kaliningrad, sagte er: „Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen.“Dies sei ein direkter Aufruf, ein souveränes Land anzugreifen, und beschädige die europäische Stabilität, entgegnete die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Das russische Gebiet Kaliningrad rund um das frühere Königsberg ist zu Zeiten des Ukraine-Krieges noch isolierter vom Mutterland Russland als früher. Es bleibt aber eine wichtige Militärbasis mit Raketensystemen, die den gesamten Ostsee-Raum einschließlich Deutschlands erreichen können.
First seen: 2026-05-22 13:19
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