Die Autorin und Literaturagentin Claudia Wuttke ist einem Medienbericht zufolge jahrelang ohne ihr Wissen durch einen Ex-Partner sexuell missbraucht und vergewaltigt worden. Wie der Spiegel berichtet, wurde Wuttke im Juni 2025 durch polizeiliche Ermittlungen auf entsprechendes Videomaterial aufmerksam. Demnach seien auf einem beschlagnahmten Computer Aufnahmen gefunden worden, auf denen Wuttke zu sehen ist. Die Aufnahmen würden sexuelle Übergriffe zeigen, wobei Wuttke ihre Augen geschlossen habe und benommen wirke. Insgesamt liegen der Polizei dem Bericht zufolge 67 Aufnahmen vor, die mutmaßlich in einem Zeitraum von 16 Jahren entstanden sind. Die jüngste soll aus dem Jahr 2021 stammen. Im Gespräch mit dem Spiegel sagte Wuttke, sie sei überzeugt, dass sie betäubt wurde, könne dies jedoch nicht beweisen. Dem Bericht zufolge wollte sich der Anwalt von Wuttkes Ex-Partner nicht zu den Vorwürfen äußern. Er habe auf »die Wahrung von Mandatsgeheimnissen« verwiesen. Ermittlungen wegen Verjährung eingestellt Nach Angaben des Spiegel wurden die Ermittlungen zu 65 der 67 Taten zwischenzeitlich eingestellt, da die meisten von ihnen verjährt seien. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft Hamburg sei zudem nicht zweifelsfrei nachweisbar, dass Wuttke sich bei den Taten in einer »schutzlosen Lage« befunden habe, was die Verjährungsfrist verlängern würde. Lediglich die letzte auf den Aufnahmen dokumentierte Tat habe vor weniger als fünf Jahren stattgefunden und sei somit nach aktueller Gesetzeslage nicht verjährt. Zu einer weiteren Tat werde zudem weiterhin ermittelt, weil dabei ein »gefährliches Werkzeug« eingesetzt worden sei – ein Baseballschläger. Auch dieser Umstand verlängert die Verjährungsfrist. Die Gerichtsverhandlung zu diesen beiden Fällen soll zeitnah stattfinden. © Lea Dohle Newsletter Was jetzt? – Der tägliche Morgenüberblick Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende. Mit Ihrer Registr...
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