Ukraine: Kamikaze-Drohnen werden mit Ballons zur Front getrieben Ukrainische Kamikaze-Drohnen operieren tief im russischen Hinterland und werden mithilfe von Ballons dorthin gebracht. Drohne hängt unter einem Ballon. Bild: Telegram Über Mariupol, rund 120 Kilometer hinter der Frontlinie, patrouillieren Kamikaze-Drohnen vom Typ Hornet, wie diverse Telegram-Kanäle berichten(öffnet im neuen Fenster). Die Systeme sind mit Starlink-Terminals ausgestattet und jagen russische Nachschubfahrzeuge auf den umliegenden Straßen. Möglich macht diese Reichweite eine ungewöhnliche Startmethode: Ein Ballon transportiert die Drohne bis zu 42 Kilometer weit und lässt sie aus acht Kilometern Höhe fallen, wobei sie beim Aufsteigemanöver lediglich fünf Prozent ihrer Akkukapazität verbraucht. So erreicht die Hornet Ziele in 150 bis 200 Kilometern Entfernung.Starlink macht klassische elektronische Kriegsführung wirkungslosDie Hornet ähnelt in ihrer Größe den russischen Lancet. Das macht klassische Flugabwehrraketen zum unpraktischen Mittel: zu teuer, zu ungenau, zu ineffizient gegen so kleine Ziele. Elektronische Störsysteme scheiden ebenfalls aus, weil die Drohnen über Starlink kommunizieren und konventionelle Störsender ins Leere laufen. Was bleibt, sind Gruppen mit Handfeuerwaffen und Antidrohnen-Netze entlang der wichtigsten Versorgungsrouten bis 150 Kilometer hinter der Front. Abfangdrohnen kommen als weitere Option hinzu.Die Spielregeln drehen sich umZu Beginn des Krieges waren es russische Lancets, die das ukrainische Hinterland zur Gefahrenzone machten. Jetzt kehrt sich dieses Verhältnis um. Wer die Drohnen startet und steuert, wäre das eigentlich verwundbare Ziel, doch den russischen Streitkräften fehlen offenbar Aufklärungs- und Schlagkapazitäten, um diese Bediener systematisch auszuschalten.
First seen: 2026-05-23 11:34
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