Russland hat in der Nacht die ukrainische Hauptstadt Kyjiw mit einer Serie von Raketenangriffen getroffen. Dabei wurden nach Angaben des Bürgermeisters Vitali Klitschko vier Menschen getötet – zwei in der Hauptstadt und zwei im Umland – und 83 weitere Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Insgesamt wurden 40 Gebäude beschädigt. Klitschko forderte die Bevölkerung in den frühen Morgenstunden auf, weiter in den Schutzräumen zu bleiben. Medienberichten zufolge gab es in der Hauptstadt eine Reihe von Explosionen; mehrere Brände brachen aus, darunter einer in der Nähe des Regierungsviertels. Laut Klitschko sind in allen Stadtteilen Schäden durch die nächtlichen Angriffe zu verzeichnen. Ukrainischen Angaben zufolge soll Russland auch Hyperschallraketen und Marschflugkörper eingesetzt haben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der Leiter der Kommunikationsabteilung der ukrainischen Luftstreitkräfte Jurij Ihnat bestätigten den Einsatz der Oreschnik-Mittelstreckenrakete. Laut Ihnat erfolgte der Abschuss vom russischen Truppenübungsplatz Kapustin Jar. Die Rakete schlug im Raum Bila Zerkwa ein, etwa 80 Kilometer südlich von Kyjiw. Auch andere Landesteile der Ukraine wurden in der Nacht von den insgesamt 600 Drohnen und 90 Raketen attackiert. Als Reaktion auf den Angriff sicherte Polen vorsorglich seinen eigenen Luftraum – ein bei größeren Angriffen auf die Ukraine übliches Vorgehen, das mitunter auch den Aufstieg von Kampfjets der Nato-Partner einschließt. Hintergrund des Angriffs dürfte ein ukrainischer Angriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im russisch besetzten Gebiet Luhansk sein, bei dem nach russischen Angaben mindestens 18 Studierende getötet wurden. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sein Verteidigungsministerium daraufhin zu einer Reaktion aufgefordert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte noch am Vorabend vor einem bevorstehenden Angriff mit der Oreschnik-Rakete gewarnt und die Weltgemeinschaft zu einer vorbeugenden Reaktion au...
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