Neue Pflicht ab Juli: Jedes EU-Auto muss künftig atemalkohol-sperrfähig sein Wer ab dem 1. Juli ein neues Auto in der EU kauft, bekommt ein Fahrzeug mit eingebautem Anschluss für ein Alkohol-Wegfahrschloss. Ab dem 1. Juli 2026 muss jedes in der Europäischen Union verkaufte Neufahrzeug ab Werk mit einer Schnittstelle für ein sogenanntes Alcolock ausgestattet sein, wie Wired berichtet(öffnet im neuen Fenster). Das Gerät selbst ist nicht vorgeschrieben, wohl aber der Anschluss dafür. Sowohl eine elektrische Verbindung als auch ein physischer Einbauplatz müssen vorhanden sein, bevor ein Fahrzeug ausgeliefert wird. Was das System kann und was nichtDas Funktionsprinzip eines Alcolocks ist einfach: Der Fahrer pustet vor dem Start in das Gerät. Liegt der gemessene Atemalkohol über dem gesetzlichen Grenzwert, blockiert das System die Zündung. Das Fahrzeug lässt sich schlicht nicht starten. Jedes an die neue Schnittstelle angeschlossene Gerät muss der europäischen Norm EN 50436 entsprechen und von einer anerkannten Stelle zertifiziert sein.Alcolocks sind keine Neuheit. In mehreren EU-Ländern kommen sie bereits zum Einsatz, vor allem bei Wiederholungstätern im Bereich Alkohol am Steuer sowie bei bestimmten Berufsfahrern. Auch in anderen Ländern sind solche Alkohol-Wegfahrsperren seit Jahren vorhanden.Die Alcolock-Schnittstelle ist das letzte Element eines umfassenden Maßnahmenpakets, das die EU seit 2018 schrittweise einführt. Bereits seit 2024 sind mehrere Systeme in Neuwagen verpflichtend, darunter der intelligente Geschwindigkeitsassistent, der mithilfe von Kamera oder GPS die zulässige Höchstgeschwindigkeit erkennt und Fahrer bei Überschreitung warnt. Hinzu kommen ein Spurhalteassistent für den Notfall, ein Ereignisdatenspeicher nach dem Vorbild der Flugzeug-Blackbox sowie ein adaptives Bremslicht, das bei einer Notbremsung mit erhöhter Intensität aufleuchtet.
First seen: 2026-05-24 10:50
Last seen: 2026-05-26 10:31