Theaterkrach Um Hitlergrüße: Haben die Deutschen immer noch ihre Befehle?

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Summary

Eine dänische Schriftstellerin, Performerin, Musikerin, Künstlerin schließt einen Vertrag mit einem ziemlich weithin bekannten Theaterhaus in einer großen beliebten, attraktiven Stadt im Süden Deutschlands. Dieser Vertrag sieht vor, dass Milady (wie sie sich im weiteren Verlauf des Romans nennt) ein Musical an diesem „Gesamtkunsthaus“ (wie das Theater im Roman genannt wird) schreibt und komponiert und auch als eine der Musicalfiguren auf die Bühne kommt. Es gibt handfesten Krach im Gesamtkunsthaus, und das Ende vom Lied ist, dass der Vertrag aufgelöst wird.Das hat Gründe, die auf der Romantext-Oberfläche mit einer interkulturellen Auseinandersetzung erklärt werden: Krach eins hat mit Waschmaschinen zu tun. Der Milady zugeteilte Kostümassistent sorgt dafür, dass ihre Bühnenklamotten nach jeder Vorstellung gewaschen werden. Als sie eines Abends ihre privaten Slips et cetera dazulegt, weigert sich der Assistent mit dem Argument, das Waschen ihrer privaten Sachen liege nicht in seinem Aufgabenbereich, er müsse das, wenn überhaupt, mit seinen Vorgesetzten bereden. Dass eine solche Entscheidung individuell getroffen werden könne und müsse und keinem allgemeinem Gesetz („ich habe meine Befehle“) zu unterwerfen sei, wisse in skandinavischen Ländern jeder/jede; haben die Deutschen das tatsächlich immer noch nicht kapiert? Die Auseinandersetzung schließt mit hochgerecktem und ausgestrecktem Arm seitens Miladys.Der zweifache HitlergrußDas Muster interkultureller Kommunikationsprobleme zwischen Skandinavien und Deutschland wird weiter bemüht: Krach zwei. Milady hat Zahnprobleme und bekommt zunächst die Auskunft, sie sei für die Dauer ihrer Tätigkeit am Gesamtkunsthaus krankenversichert; das wird von der Verwaltung zurückgenommen, da sie Gastkünstlerin sei und somit selbst für eine Krankenabsicherung zu sorgen habe. Auch dieser Konflikt schließt mit dem „heilenden Arm“ von Milady – weil in Skandinavien alle gleichermaßen krankenversichert seien und es dergestalt zu solchen Unver...

First seen: 2026-05-25 19:22

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