Hamburg: Zahl der akuten Kindeswohl-Gefährdungen deutlich gestiegen

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AUDIO: Steigende Zahlen bei akuter Kindeswohlgefährdung (1 Min) Hamburg: Zahl der akuten Kindeswohlgefährdungen deutlich gestiegen Stand: 26.05.2026 10:02 Uhr Die Zahl der akuten Kindeswohlgefährdungen in Hamburg ist mit mehr als 1.400 Fällen so hoch wie nie. Im aktuellen Berichtsjahr 2024 waren im Durchschnitt täglich vier Kinder davon betroffen. Das teilte der Senat auf Anfrage der Linksfraktion mit. Damit ist ein vorläufiger Höchststand bei Fällen akuter Kindeswohlgefährdung erreicht. Zehn Jahre zuvor meldeten die Jugendämter 523 Kinder, die als akut gefährdet galten, weil sie vernachlässigt, körperlich oder psychisch misshandelt wurden oder sexuelle Gewalt erlebten. Zudem benötigten 2024 mehr als 2.000 Haushalte mit Minderjährigen Unterstützung. Im Jahr 2014 waren es fast 400. Linke fordert mehr Hilfsangebote Der familienpolitische Sprecher der Linksfraktion, Jan Libbertz, spricht von einer wachsenden Belastung der Familien in Hamburg. Es sei mehr Hilfe nötig, sagt er. Daher dürfe es keine Kürzungen in der Jugendhilfe geben. Notwendig sei ein sicher finanziertes Netz, das Familien auffängt, wie etwa Elternschulen, Familienberatung, offene Kinder- und Jugendarbeit in Jugendclubs und Häusern der Jugend. Angesichts knapper Kassen sind aktuell aber gerade viele Angebote für Minderjährige von Sparmaßnahmen bedroht. Ob die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in der Hansestadt weiter steigt, wird im September deutlich: Dann liegen voraussichtlich die Zahlen für 2025 vor. Die finanziellen Nöte vieler Familien machen sich vor allem in den sozialen Einrichtungen der Wohlfahrtspflege bemerkbar. Diese sehen sich am Limit.

First seen: 2026-05-26 08:30

Last seen: 2026-05-27 12:50