Hackerangriff: Nur die Ruhe

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Ein gemütlicher Abend geht dem Ende zu. Vor dem Schlafengehen wird noch schnell eine Bestellung bei Amazon aufgegeben, dann soll die Nachtruhe beginnen. Doch davon ist plötzlich keine Rede mehr. Nach wenigen Sekunden kommt von Amazon eine E-Mail, der Kreditkartenanbieter, in diesem Fall die Deutsche Bank mit Miles & More, habe die Zahlung verweigert.Die gesamte Bestellung wurde storniert, so heißt es in der nächsten Mail. Ziemlich ärgerlich, weil im Warenkorb ein Schnäppchen lag. Während wir dabei sind, eine zweite Kreditkarte herauszusuchen, kommt eine weitere E-Mail: Das Konto sei nunmehr gesperrt. Das alles spielt sich in wenigen Minuten ab, jede Müdigkeit ist nun verflogen.Plötzlich ist auch das Amazon-Konto gesperrtDas Szenario könnte eine Hackerattacke oder Phishing sein, mag man denken. Zwei Dinge gehen plötzlich schief, der Adrenalinspiegel steigt, und wer im Stress ist, macht Fehler. In einer solchen Situation sollte man genau das Gegenteil von dem machen, was Angreifer erwarten. Also nicht hektisch reagieren, sondern besonnen.Man rufe eine zweite Person dazu und achte vor allem darauf, dass alle Prozesse zur Wiederherstellung des Kontos oder Reaktivierung der Kreditkarte unter sicheren Bedingungen erfolgen. Das bedeutet zum Beispiel, nicht auf Links in E-Mails zu klicken, sondern das Browserfenster zu schließen und neu zu öffnen oder gar einen anderen Rechner zu verwenden.Betrügerische Seiten können einem vorspielen, Amazon oder die Deutsche Bank zu sein. Auch ein Blick in die Bank-App auf dem Smartphone ist hilfreich. Wir stellten an diesem Abend an einem zweiten Rechner den Amazon-Account wieder her und prüften die Verfügbarkeit der Kreditkarte mit einer Paypal-Überweisung. Die Karte war nicht gesperrt, anscheinend also ein Fehler von Amazon mit ziemlicher Überreaktion. Mittlerweile läuft wieder alles, und wir haben eine lehrreiche Erfahrung gemacht.

First seen: 2026-05-26 14:35

Last seen: 2026-05-27 17:56