Neue Angriffe im Iran und im Libanon überschatten die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs in Nahost. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten «Angriffe zur Selbstverteidigung» dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär. Die iranischen Revolutionsgarden warnten vor jedem Bruch der Waffenruhe durch die USA und pochten auf ihr Recht auf Gegenschläge. Zugleich weitete Israels Armee ihre Bodeneinsätze im Nachbarland Libanon aus. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagte ein Militärvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, schwere israelische Angriffe im Süden des Landes deuteten auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Seit einem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija habe es mindestens 20 Angriffe gegeben, hieß es. Im Libanon herrscht Sorge vor einer erneuten dauerhaften Besatzung des Südens. Israel war 1982 in das Nachbarland einmarschiert und erst 2000 wieder abgezogen. Netanjahu unter Druck Bei Angriffen auf Ziele im Libanon waren nach libanesischen Angaben zuvor elf Menschen getötet worden. Insgesamt sind laut israelischem Militär in der jüngsten Angriffswelle mehr als 100 Hisbollah-Ziele in der Bekaa-Ebene und anderen Orten im Süden des Landes angegriffen worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht innenpolitisch unter Druck, die Angriffe auszuweiten, auch wenn dies einen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump auslösen sollte. Im Libanon wächst angesichts dessen die Sorge vor einer Eskalation. Fluchtaufruf löst Panik aus Die israelische Armee forderte die Bewohner von Nabatija auf, den Ort zu verlassen. Der Aufruf löste Panik aus. Die Leiterin eines lokalen Krank...
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