Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt geht davon aus, dass das für eine Chipfabrik von Intel geplante Gelände erst später wieder genutzt werden kann. Bis sich nach dem Aus der Intel-Pläne auf dem Industriegrundstück andere Unternehmen ansiedeln, könnte es noch mehrere Jahre dauern, sagte Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter. Zunächst müssten etwa Verträge geschlossen und Finanzierungen geklärt werden. Trotz der Absage des Chipherstellers Intel soll in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und zwei angrenzenden Gemeinden langfristig ein Hightechpark entstehen. Der geplante Industriepark umfasst insgesamt eine Fläche von rund 1.100 Hektar. Intel hatte in Sachsen-Anhalt den Bau von zunächst zwei Chipfabriken angekündigt, der Baubeginn war für 2024 geplant. Da der Konzern jedoch in der Krise steckt, wurden mehrere neue Bauprojekte als Teil eines umfassenderen Sparkurses abgesagt. Die Landesregierung hatte den Schritt bedauert. Intel hätte selbst rund 20 Milliarden Dollar aufbringen müssen, zusätzlich zu zugesagten staatlichen Hilfen von 9,9 Milliarden Euro. Magdeburg hatte angekündigt, die Flächen anders nutzen zu wollen und dafür zurückzukaufen. Die Stadt kaufte in der vergangenen Woche bereits weitere Teile der Intel-Flächen, ist jedoch noch nicht im Besitz aller Flächen. Der Kaufpreis der Grundstücke ist nicht bekannt, es sei jedoch ein fairer Preis, sagte Richter. Ziel der Stadt ist es unter anderem, dass sich das Unternehmens FMC, das Chips für KI-Rechenzentren produzieren will, in Magdeburg ansiedelt. Klarheit darüber soll im Spätsommer herrschen. Mit dem Bund und der EU laufen Richter zufolge Gespräche zu möglichen Förderungen. Es gebe außerdem noch mindestens drei weitere Interessenten für eine Ansiedlung auf den Flächen, sagte Richter. Weitere Angaben machte er nicht.
First seen: 2026-05-26 15:36
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