Regenwald: Abholzung im Amazonas ist 2025 zurückgegangen

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Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist 2025 zurückgegangen. Laut einem Bericht des Überwachungsnetzwerks MapBiomas handelte es sich um die kleinste Abholzungsfläche seit dem Beginn der Datenerfassung im Jahr 2019. MapBiomas ist ein Konsortium von Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen. Die Vegetation ging um 985.000 Hektar zurück und lag damit erstmals unter einer Million Hektar. Im Vergleich zum Jahr 2024 sank sie damit um 20,6 Prozent. Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass in dem Bericht Waldflächen, die durch Brände zerstört werden, nicht enthalten sind. 2024 war es in Brasilien zu Flächenbränden in Rekordhöhe gekommen. 2025 blieb das Land von großen Bränden verschont. Grundsätzlich ist das Ausmaß der Abholzung im Amazonas weiterhin groß: Im größten Regenwald der Welt werden immer noch jede Sekunde fünf Bäume gefällt. Am stärksten von Abholzungen betroffen war im vergangenen Jahr erneut die Region Cerrado, ein Savannengebiet südlich des Amazonas. Dort wurden mehr als die Hälfte der Abholzungen registriert. Rückgänge stehen im Zusammenhang mit Kontrollen und Sanktionen Laut dem Netzwerk MapBiomas ist die Landwirtschaft für 99 Prozent des Verlustes an Vegetation verantwortlich. »Wir beobachten einen Anstieg bei Kontrollen und Sanktionen, die einen direkten Zusammenhang mit dem Rückgang der Abholzung in allen brasilianischen Biomen haben«, sagte Marcos Rosa, technischer Koordinator bei MapBiomas, der Nachrichtenagentur AFP. Der Amazonas gilt als »grüne Lunge« des Planeten. Der Regenwald nimmt in großen Mengen Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre auf und wirkt damit der Erderwärmung entgegen.

First seen: 2026-05-27 06:44

Last seen: 2026-05-27 06:44