Deutsche Unternehmen wollen im Mai weniger Stellen abbauen. Dies ergab eine Manager-Umfrage des Münchner ifo Instituts. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer stieg im Mai auf 93,9 Punkte, von 91,4 Punkten im April. Insgesamt wollten aber immer noch mehr Unternehmen Stellen abbauen als aufbauen, sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die Unternehmen seien aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bei den Personalplanungen weiterhin zurückhaltend. Die Arbeitsmarktsituation bleibt dem ifo Institut zufolge in Industrie, Logistik und Tourismus schwierig. Auch im Groß- und Einzelhandel werden Stellen gestrichen. Nahezu unverändert sei die Situation in der Bauwirtschaft.Hier planen die Unternehmen mit einem konstanten Personalbestand. Bei den Dienstleistern erholte sich das Barometer nach dem Einbruch im Vormonat wieder. Trotz gestiegener Umsätze werden in der Industrie weiterhin Stellen abgebaut Auch einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY zufolge werden in der Industrie weiterhin Stellen abgebaut, trotz der erstmals seit rund drei Jahren gestiegenen Umsätze. Demnach lag die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen Ende des ersten Quartals 2026 um 127.300 oder 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Industrie ist stark exportabhängig und steht in zunehmender Konkurrenz aus China. Der ifo-Geschäftsklimaindex war im Mai überraschend gestiegen. Er lag bei 84,9 Punkten und damit 0,4 Prozentpunkte über dem revidierten Stand im April. Das Bruttoinlandsprodukt hatte im ersten Vierteljahr zuvor um 0,3 Prozent zugelegt. Die Bundesbank rechnet für das laufende zweite Quartal mit einer Stagnation. Der übliche Frühjahrsaufschwung könnte durch den am 28. Februar begonnenen Irankrieg ausfallen.
First seen: 2026-05-27 08:47
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