Arbeitsmarkt: Teilzeitquote in Deutschland so hoch wie nie

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Am deutschen Arbeitsmarkt setzen sich Teilzeitmodelle immer mehr durch. Anteilig arbeiteten im vergangenen Jahr so viele Menschen mit reduzierter Stundenzahl wie nie zuvor, berichtet das Statistische Bundesamt. Auf der Grundlage des Mikrozensus errechnet die Behörde einen Teilzeitanteil von 31,9 Prozent aller Beschäftigten. Sie leisteten im Schnitt 21,3 Wochenstunden und damit 0,1 Stunden mehr als im Vorjahr und 2,0 Stunden mehr als im Jahr 2015.Die Expertin Yvonne Lott von der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung sieht diese Entwicklung positiv: „Das zeigt, dass längere Teilzeitmodelle im Arbeitsleben angekommen sind: nicht das klassische kurze Teilzeitmodell, sondern substanziellere Teilzeit, die mehr Erwerbsbeteiligung ermöglicht. Das ist gut für die Beschäftigten, gut für die Vereinbarkeit – und gut für den Arbeitsmarkt.“Vollzeitjobs gehen in der Industrie verlorenZu einer noch höheren Teilzeitquote von 39,9 Prozent kam bereits im März das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf einer anderen Datengrundlage. Der IAB-Arbeitszeitberechnung zufolge erhöhte sich die Zahl der in Teilzeit Beschäftigten verglichen mit 2024 um ein Prozent auf 16,88 Millionen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten ging dagegen um 0,6 Prozent auf 25,43 Millionen zurück. Hier spiegeln sich Jobverluste in der Industrie und Zugewinne in typischen Teilzeitsparten wie Gesundheits- und Sozialwesen.Die Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten blieb dagegen laut Bundesamt mit durchschnittlich 39,9 Wochenstunden im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Damit arbeiteten die Vollzeitkräfte etwas weniger als noch vor zehn Jahren, als die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei 40,5 Stunden lag.Teilzeit bleibt Generationen- und GeschlechterfrageBesonders häufig sind dem Bundesamt zufolge Frauen in Teilzeit tätig: Mehr als jede zweite Frau (50,6 Prozent) arbeitete 2025 in Teilzeit. Bei Männern war es dagegen nur etwa jeder Siebte (14,3 Prozent). Zwar bleibt der Unterschied groß, allerdings ...

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