Wochen nach der Kommunalwahl wird die Stadt Frankfurt bald von einer Koalition aus CDU, Grünen und SPD geführt werden, der nach einer Erpressung der CDU durch die Grünen die Partei Volt als Partner hinzugefügt wird. Das Ergebnis dieser Wirrungen steht damit fest, bevor der Koalitionsvertrag fertig ist.Statt einer zukunftsorientierten Strategie für die wichtigste Wirtschaftsmetropole des Landes offenbart das Verhalten insbesondere der Grünen und von Volt die ungenierte Priorisierung parteipolitischer Arithmetik. Hinzu kommt eine Personalpolitik, die sich wie ein Basar der Eitelkeiten liest.Volt hat sich schnell angepasstDie seit Jahrzehnten mitregierenden Grünen betrachten Frankfurt längst als ihr eigenes politisches Laboratorium. Um ihre ambitionierten, oft aber an der ökonomischen Lebensrealität der Pendler, des Handels und der Unternehmen vorbeigehenden Pläne abzusichern, holen sie sich nach einer verlorenen Wahl Schützenhilfe – von Volt. Das aber hat vor der Wahl niemand gewusst.Einst angetreten als smarte, paneuropäische und vor allem ideologiefreie Alternative für junge urbane Wähler, hat sich nun also auch Volt bemerkenswert schnell den verkrusteten Ritualen des traditionellen Parteienbetriebs angepasst. Wenn das „3 plus 1“-Modell nicht rasch beweist, dass es mehr ist als eine Zweckgemeinschaft zur Postensicherung, drohen Frankfurt fünf verlorene Jahre im globalen Wettbewerb der Metropolen.
First seen: 2026-05-28 05:02
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