Bei dem schweren Chemie-Unglück in einer Papierfabrik im US-Bundesstaat Washington sind vermutlich elf Menschen getötet worden. Neben den zwei bestätigten Todesopfern seien vermutlich auch alle neun zunächst als vermisst gemeldeten Menschen bei dem Unglück ums Leben gekommen, erklärte am Mittwoch (Ortszeit) die Feuerwehr im Ort Longview. Es werde nicht mehr nach möglichen Überlebenden gesucht.Bei dem Unglück war am Dienstag ein riesiger Tank mit sogenannter Weißlauge geborsten, die in der Fabrik genutzt wird. Mehrere Menschen wurden verletzt. In der Nähe des Tanks stehende Autos und Gebäude wurden durch die austretende chemische Lösung teilweise schwer beschädigt.„Tödlichste Industriekatastrophe in der modernen Geschichte des Bundesstaats Washington“Sieben verletzte Mitarbeiter befänden sich weiter im Krankenhaus, ein Feuerwehrmann sei mittlerweile wieder zu Hause, teilte der örtliche Feuerwehrchef Scott Goldstein mit. Der Gouverneur des Bundesstaats Washington, Bob Ferguson, sagte: „Wir bereiten uns darauf vor, dass dies die tödlichste Industriekatastrophe in der modernen Geschichte des Bundesstaats Washington sein wird.“Wie die Feuerwehr mitteilte, müssen die Opfer zunächst dekontaminiert werden, bevor sie an die Gerichtsmedizin übergeben werden können. Weitere Angaben zu den Opfern könne es erst geben, wenn alle Familien verständigt worden seien.Die Behörden hatten bereits unmittelbar nach dem Unglück erklärt, dass für die Bevölkerung rings um die Fabrik im rund eine Autostunde nördlich von Portland gelegenen Longview keine Gefahr bestehe. Die betroffene Fabrik Nippon Dynawave Packaging ist eine Tochtergesellschaft der japanischen Nippon Paper Group.
First seen: 2026-05-28 06:03
Last seen: 2026-05-28 09:07