Plan der Bundesnetzagentur: Solaranlagenbesitzer sollen mehr Gebühren bezahlen Weil die Netzentgelte nicht die tatsächliche Belastung des Stromnetzes widerspiegeln, soll eine Reform helfen, den Netzausbau zu dämpfen. 28. Mai 2026 um 09:31 Uhr / Mario Petzold Private Photovoltaikanlagen in Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen Bild: Getty Images/Ina Fassbender Weil immer mehr Haushalte dank Photovoltaik selbst Strom produzieren, ins Netz einspeisen und gleichzeitig einen Teil des Stroms direkt verbrauchen, zahlen sie weniger Netzentgelte, obwohl sie das vorhandene Stromnetz überdurchschnittlich belasten. Dieser Fehlentwicklung möchte die Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) mit einer Reform der Gebühren für die Netznutzung entgegenwirken. In der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur beschreibt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, es so: "Wer seinen Strom selbst erzeugt, trägt bisher weniger zur Finanzierung des Netzes bei. Aber auch er verlässt sich auf das Netz, wenn die Sonne nicht scheint und der Speicher leer ist."Die Netzbetreiber sollen demnach einen gedeckelten Grundpreis von den Betreibern kleiner Photovoltaikanlagen verlangen. Der wird sich nach der Belastung des regionalen Netzes ausrichten, kann also je nach Standort schwanken, und soll nach aktuellem Stand bei unter 100 Euro pro Jahr liegen.Steckersolargeräte, die mit einem 800 Watt starke Wechselrichter ausgestattet sind, werden von der Regelung explizit ausgenommen, verursachen also keine Zusatzkosten. Vielfältige Anpassungen geplantFür Großverbraucher könnten die Änderungen wesentlich einschneidender werden. Der Leistungspreis, der sich nach der maximal bereitgestellten Stromleistung in Kilowatt richtet, soll durch einen Kapazitätspreis ersetzt werden. Dann steigen die Netzentgelte umso stärker an, je mehr Leistung gerade abgerufen beziehungsweise eingespeist wird. Je gleichmäßiger der bereitgestellte Anschluss hingegen genutzt wird, umso geringer sollen die Gebühren in Summe ausfallen.Ei...
First seen: 2026-05-28 08:05
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