Mit Kampfjets: Bundeswehr probt im Juni den Ernstfall am Flughafen Hamburg

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Sechs Tornado-Kampfjets am Hamburg Airport: Die Luftwaffe trainiert im Juni den Einsatz auf dem zivilen Flughafen der Hansestadt – und sorgt damit für Kritik wegen Lärmbelastung. Vom 8. bis 12. Juni wird es am Flughafen Hamburg deutlich lauter als sonst: Sechs Tornado-Jets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ sollen täglich zwischen etwa 9 und 18 Uhr Starts und Landungen absolvieren. Die Übung trägt den Namen „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“. Hintergrund ist ein Strategiewechsel der Bundeswehr. Im Ernstfall sollen Kampfflugzeuge nicht mehr nur von Militärbasen starten, sondern flexibel auch zivile Flughäfen nutzen. Ziel ist es, die Luftwaffe widerstandsfähiger zu machen und Angriffsziele zu streuen. Solche Konzepte werden international als „Agile Combat Employment“ bezeichnet. Bundeswehr-Einsatz in Hamburg: Regulärer Flugbetrieb nicht beeinträchtigt Der Hamburger Flughafen stellt dafür seine Infrastruktur zur Verfügung. Geübt werden unter anderem Bodenabläufe, Betankung, Logistik sowie die Zusammenarbeit zwischen militärischem Personal und zivilen Flughafenmitarbeitern. Der reguläre Flugverkehr soll laut Flughafen möglichst wenig beeinträchtigt werden, wie die Bundeswehr und der Flughafen Hamburg in einer gemeinsamen Mitteilung erklären. Das könnte Sie auch interessieren: Kreuzungsunfall: Lkw erfasst Radfahrerin Kritik kommt jedoch vom Umweltverband BIG Fluglärm. Der verweist auf frühere Militärflüge im März, bei denen an Messstellen Lärmspitzen von bis zu 90 Dezibel registriert wurden. „Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob einzelne Militärflugzeuge einen zivilen Flughafen nutzen dürfen. Entscheidend ist, ob die bestehenden Schutz-, Transparenz- und Beteiligungsrechte auch dann greifen“, sagt Vorsitzender Martin Mosel. Besonders problematisch: Bisher gibt es keine konkreten Angaben dazu, wie hoch die zusätzliche Lärmbelastung während der mehrtägigen Übung tatsächlich ausfallen wird. Der Verband fordert deshalb mehr Transparenz und...

First seen: 2026-05-28 12:09

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