Familie der getöteten Luise erhält 125.000 Euro Schmerzensgeld

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Das Landgericht Koblenz hat entschieden, dass die beiden Täterinnen im Fall der getöteten Luise aus Freudenberg Schmerzensgeld sowie Entschädigung für weitere Kosten in Höhe von 144.400 Euro an die Familie zahlen müssen. Wie das Gericht feststellte, haben die Eltern und die Schwester der Schülerin Anspruch auf Entschädigung. Das berichtet der WDR.Dem Gericht zufolge stehen den Eltern und der Schwester insgesamt 85.000 Euro zu, für die Getötete kämen 40.000 Euro hinzu, insgesamt beträgt die Höhe des Schmerzensgelds damit 125.000 Euro. Auch die Bestattungskosten in Höhe von rund 15.000 Euro sollen die Beschuldigten übernehmen. Hinzukämen noch Kosten für den Anwalt. Die Gesamtsumme liegt somit bei 144.00 Euro.Gefordert hatten die Kläger nach früheren Angaben des Gerichts 50.000 Euro Schmerzensgeld für Luise sowie jeweils 30.000 Euro für die klagenden Angehörigen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die damals zwölfjährige Luise war 2023 getötet worden. Zwei damals 12 und 13 Jahre alte Mädchen hatten die Tat gestanden. Ein Strafprozess fand wegen ihres jungen Alters nicht statt. Die Leiche des Mädchens war im März 2023 einen Tag nach ihrem Verschwinden in einem Wald an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Rheinland-Pfalz gefunden worden.Im Mittelpunkt des Prozesses stand vor allem die Frage, wie lange das Mädchen nach dem Angriff noch bei Bewusstsein war und wie groß ihr Leidensweg gewesen ist. Dies galt als entscheidend für die Höhe eines möglichen Schmerzensgelds. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Luise erhebliches Leid erfahren habe und mindestens wenige Minuten mit extremer Panik und Todesangst erlebte. Das sei unter anderem an Spuren von Gegenwehr erkennbar. Es sei ein heimtückischer Mord gewesen, der die Kammer fassungslos mache.

First seen: 2026-05-28 12:09

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