US-Zollpolitik: Exporte der EU in die USA sinken um rund ein Drittel

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Die Europäische Union hat im ersten Quartal deutlich weniger Waren in die Vereinigten Staaten exportiert als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistikamtes Eurostat sanken die Ausfuhren verglichen mit den ersten drei Monaten 2025 um 30,4 Prozent auf einen Wert von 119,4 Milliarden Euro. Dennoch blieben die USA mit einem Anteil von 18,6 Prozent das wichtigste Zielland der Ausfuhren aus der Europäischen Union. Der Einbruch gegenüber den USA ist dennoch der stärkste unter den wichtigsten Handelspartnern der EU. Aber auch die Exporte in andere Länder gingen zurück: In die Türkei wurden 8,2 Prozent weniger Waren geliefert, nach China 7,9 Prozent weniger. Insgesamt exportierte die EU im Berichtszeitraum Waren im Wert von 640,5 Milliarden Euro in Drittstaaten. Das entspricht einem Rückgang von 8,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Mit Exporten im Wert von 88,7 Milliarden Euro und einem Anteil von 13,8 Prozent war Großbritannien nach den USA der zweitwichtigste Abnehmer der EU. Danach folgten die Schweiz, China und die Türkei. US-Präsident Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit Zölle zu einem zentralen Instrument seiner Wirtschafts- und Außenpolitik gemacht und verschiedene Länder wiederholt mit Einfuhrbeschränkungen belegt. Im vergangenen August einigten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen auf eine Vereinbarung: Die EU schafft Industriezölle auf US-Waren – darunter Autos und Maschinen –vorübergehend ab; Trump verpflichtete sich im Gegenzug, auf die meisten EU-Produkte maximal 15 Prozent Zoll zu erheben. Die Vereinbarung soll bis Ende 2029 gelten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

First seen: 2026-05-28 15:13

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