Eine internationale Forschungsgruppe hat eine gigantische Kollision im Asteroidengürtel identifiziert, die vor rund 800 Millionen Jahren für zahlreiche Einschläge auf der Erde gesorgt und damit möglicherweise zur Entstehung einer fast komplett zugefrorenen „Schneeball-Erde“ geführt hat. Das berichtet das Southwest Research Institute (SwRI) aus San Antonio im US-Bundesstaat Texas. Demnach ist bei der Kollision die Asteroidenfamilie Eulalia entstanden, aus der später viele Himmelskörper auf den Mond eingeschlagen sind. Während sich die Spuren dort erhalten haben, sind sie auf der Erde und dem Mars verschwunden. Auf beiden dürften es aber deutlich mehr gewesen sein, gleichzeitig gehe die Epoche auf unserem Heimatplaneten mit einer merklichen Abkühlung einher. Ein Zusammenhang liege zumindest nahe. Weiterlesen nach der Anzeige Die Erde unter Bombardement Dass das fast vollständige Zufrieren der Erde vor etwa 800 Millionen Jahren auf eine ungewöhnlich hohe Zahl an Asteroideneinschlägen zurückgegangen sein könnte, hat ein Forschungsteam schon vor Jahren vorgeschlagen. Woher die Himmelskörper gekommen sein könnten, wurde damals nicht untersucht. Dem hat sich jetzt die Forschungsgruppe um William Bottke vom SwRI gewidmet und dazu Simulationen durchgeführt. Dabei sei herausgekommen, dass damals ein Asteroid an der Grenze der sogenannten 3:1-Resonanz zum Jupiter zerbrochen sein müsste. Für einen Sonnenumlauf des Jupiters haben die meisten Trümmer also drei Umläufe benötigt. An dieser Position seien zahlreiche Fragmente ins innere Sonnensystem geschleudert worden, in den nächsten 100 bis 150 Millionen Jahren seien zahlreiche weitere gefolgt. Sichtbar sind die Folgen demnach weiterhin auf dem Mond, wo zahlreiche Krater aus dieser Epoche stammen. Auf der Erde und dem Mars sind die direkten Spuren längst verloren gegangen, trotzdem lege frühere Forschung nahe, dass für jeden Einschlag auf dem Mond etwa 20 ähnliche große oder größere auf der Erde erfolgt sind. „Da der Höhepunkt di...
First seen: 2026-07-16 14:58
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