Marktbericht Fokus auf EZB und Iran Schafft der DAX heute die Stabilisierung? Stand: 20.07.2026 • 09:40 Uhr Nach tagelangen US-Angriffen auf Iran und Vergeltungsschlägen in der Region droht der Konflikt weiter außer Kontrolle zu geraten. Das treibt am Morgen die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Juni. Nach zwei Verlustwochen in Folge ringt der DAX am Morgen um Stabilisierung - allerdings erstmal ohne Erfolg. Angesichts weiter steigender Ölpreise gab der deutsche Leitindex in den ersten Handelsminuten um 0,2 Prozent auf 24.791 Punkte nach. "Klare Marktbewegungen sind kaum zu erwarten, es bleibt zäh", kommentierte Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. In der vergangenen Woche war der DAX am Ende mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 24.830 Punkten aus dem Handel gegangen, womit er seine zeitweise größeren Verluste ein gutes Stück verringerte. Auch in dieser Woche könnten die Gewinnmitnahmen im Technologiesektor weitergehen. Ansonsten rollt auch hierzulande die Berichtssaison so richtig los. "Die Märkte navigieren derzeit zwischen Unternehmenszahlen und geopolitischen Schlagzeilen, aber am Steuer sitzt der Nahost-Konflikt", schrieb Marktanalyst Timo Emden. Der Iran-Krieg bleibe das dominierende Risiko für die Finanzmärkte. Zumal dort die Gefahr einer weiteren Eskalation wächst. Bei einem Raketenangriff der iranischen Revolutionsgarden auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien kamen erstmals seit Monaten wieder US-Soldaten ums Leben. Beide Seiten verschärften daraufhin ihre Drohungen. Diplomatische Bemühungen sind unterdessen nicht erkennbar. Angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und Iran ist auch der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. "Je länger die Meerenge geschlossen bleibt und der Krieg eskaliert, desto größer ist das Risiko, dass die Ölpreise auf etwa 150 Dollar je Ba...
First seen: 2026-07-20 08:01
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