Straftaten wie Diebstähle, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen sind weiterhin ein Problem im öffentlichen Bahn- und Busverkehr in Berlin. Insgesamt wurden im Jahr 2025 13.585 Straftaten in den U-Bahnen, S-Bahnen, Trams, Regionalzügen und Bussen registriert. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber 2024; einen Anstieg gab es dabei allerdings bei den Sexualdelikten und der Zahl weiblicher Opfer. Das geht aus einer Antwort von Senatsinnenverwaltung und Polizei auf eine Grünen-Anfrage hervor. Ganz vorne in der Liste der Taten liegen Taschendiebstähle, es folgen sonstige Diebstähle und Körperverletzungen. Die Tatorte sind neben den Zügen und Bussen auch oft die Bahnhöfe und Haltestellen. Insgesamt ging die Zahl der Straftaten gegenüber 2024 um rund zwölf Prozent zurück. Anstieg bei Anzeigen zu Sexualdelikten Zugleich habe es aber einen «schockierenden» Anstieg von knapp neun Prozent bei den Anzeigen zu Sexualdelikten gegeben, stellte die Grünen-Abgeordnete Antje Kapek fest: von 388 Fällen im Jahr 2024 zu 421 Fällen im Jahr 2025. Dieser Trend sei auch schon in den Vorjahren deutlich geworden. «Insbesondere in S-Bahn und Regionalbahnen (inkl. Bahnhöfen), U-Bahn (inkl. Bahnhöfen) und Straßenbahnhaltestellen nehmen die festgestellten Delikte zu.» Ob es tatsächlich mehr Sexualdelikte gibt oder ob die Bereitschaft von Opfern gestiegen ist, bei der Polizei eine Anzeige zu stellen, bleibt bei den Statistiken offen. Täter Männer, Opfer Frauen Klar ist aber: Während bei den meisten Gewalttaten und auch Diebstählen im öffentlichen Nahverkehr sowohl Täter als auch Opfer Männer oder männliche Jugendliche sind, ist es bei den Sexualdelikten anders. 407 Menschen wurden 2025 als Opfer gezählt, davon waren 364 weiblich (89 Prozent). Auch bei den Tätern sind die Zahlen eindeutig. Bei den erfassten Fällen mit einem Verdächtigen waren 171 von 174 mutmaßlichen Tätern männlich (98 Prozent). «Sexualisierte Gewalt im ÖPNV ist Gewalt von Männern gegenüber Frauen», betont...
First seen: 2026-07-20 17:12
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