Politik & Wirtschaft Linke: Jedem Zweiten im Osten droht Armutsrente Dietmar Bartsch (Die Linke) spricht im Bundestag. (Archivbild) picture alliance/dpa | Michael Kappeler Für eine auskömmliche Rente ist ein ausreichender Lohn nötig. Doch wie viele Menschen verdienen heute nur soviel, dass rein rechnerisch eine Rente unter der Schwelle zur Armutsgefährdung herauskommt? Mit ihrem aktuellen Verdienst steuern Millionen Beschäftigte in Deutschland rechnerisch auf Renten unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze zu. Das zeigen Daten zum aktuellen Monatsverdienst in Deutschland und zur Armutsschwelle, die der Linken-Abgeordnete Dietmar Bartsch beim Bundessozialministerium und beim Statistischen Bundesamt angefragt hatte.Demnach droht rechnerisch in Ostdeutschland mehr als jedem und jeder zweiten Beschäftigten nach 45 Jahren in Vollzeit im Alter eine Rente an der Armutsgefährdungsgrenze, bundesweit mehr als jedem und jeder dritten. Allerdings wird dabei nur vom aktuellen Verdienst ausgegangen, mögliche künftige Veränderungen sind nicht berücksichtigt. Die Angaben lagen der Deutschen Presse-Agentur vor. Armut im Alter: Was Vollzeitarbeit im Alter wirklich bringt Demnach ist ein Bruttomonatsentgelt von 3771 Euro nötig, um einen Rentenzahlbetrag in der Höhe der Armutsgefährdungsschwelle zu erreichen. Bartsch hatte von der Regierung wissen wollen, was man aktuell in Vollzeit verdienen muss, um nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente auf so einem Niveau zu erhalten. Die Armutsgefährdungsgrenze lag laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 1446 Euro brutto. Statistisch als armutsgefährdet gilt man mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung. Die WochenMOPO 29/2026 Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!• Vor Hamburgs Toren: Stade zwischen Idylle und Gewalt• Lieblingsplätze: Die schönsten Sonnengärten in der City• 16 Seiten Sport: Die Highlights und Flops der WM• Jede Woche mit 40 Seiten Rätsel und Kultur: Kino unter freiem H...
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