Zahl der Infizierten steigt Ebola ist den Helfern noch immer einen Schritt voraus Stand: 21.07.2026 • 02:48 Uhr Der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Die instabile Sicherheitslage, der allgemeine Mangel und das Misstrauen in der Bevölkerung erschweren die Eindämmung. Doch es gibt auch Lichtblicke. Von Bettina Rühl, ARD-Studio Nairobi In der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der Ebola-Infektionen weiter sehr schnell an. Nach den jüngsten Zahlen der kongolesischen Regierung gibt es mehr als 2.300 bestätigte Infektionen sowie mehr als 930 bestätigte Todesfälle. Der Ebola-Ausbruch, der Mitte Mai bekannt wurde, breitet sich so schnell aus wie kein anderer zuvor. Im Durchschnitt werden täglich mehr als 40 neue Fälle gemeldet. Währenddessen sind in mehreren Städten in der am schwersten betroffenen Provinz Ituri Dutzende Angestellte staatlicher Krankenhäuser und Gesundheitszentren in den Streik getreten. Als Grund geben sie an, seit Wochen nicht bezahlt worden zu sein. Unter den Streikenden sind auch Epidemiologen, Fahrer und Totengräber. "Wir beerdigen Menschen, die vier Tage lang ohne medizinische Hilfe zu Hause waren, und es ist offensichtlich, dass sie an Ebola starben", schilderte John Bahati Nguna der Nachrichtenagentur AP. Ausbruch spät erkannt Ebola bleibt auch nach dem Tod sehr ansteckend, weshalb Verstorbene unter strengen Hygienemaßnahmen beerdigt werden müssen, um die Bestatter nicht zu gefährden und die Ausbreitung des Virus nicht weiter zu beschleunigen. Tatsächlich finden aber viele Begräbnisse weiterhin ohne jegliche Hygienemaßnahmen statt. Zudem werden die Leichname vieler Ebola-Opfer von den Angehörigen zwischen verschiedenen Regionen hin- und her gefahren, um sie in ihren Heimatgemeinden zu bestatten. Transporte dieser Art bergen das Risiko, das Virus in immer neue Gebiete zu tragen. Dass sich der Kampf gegen das Virus als so schwierig erweist, hat unter anderem damit zu tun, dass der Ausbruch spät erkannt wur...
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