Südlibanon: Libanesische Armee rückt in von Israel kontrollierte Gebiete vor

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Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Südlibanon zu verlegen. Die Maßnahme ist Teil einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel. Sautar al-Gharbija gehört zu mehreren sogenannten Pilotzonen, in denen ein schrittweiser Abzug der weiterhin im Südlibanon stationierten israelischen Truppen erprobt werden soll. Nach dem Plan soll die libanesische Armee in diesen Gebieten die Kontrolle übernehmen und die islamistische Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise zurückziehen soll. Ob dieses Vorgehen tatsächlich umgesetzt werden kann, ist unklar. Die Pilotzonen sollen dazu dienen, dies zu testen, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung ab. An den Verhandlungen war die Terrorgruppe nicht beteiligt. Libanesischer Präsident trifft Trump Israel hält besetzte Gebiete im Südlibanon und setzt dortige Angriffe auf die Hisbollah trotz der seit Juni geltenden Waffenruhe fort. Die USA hatten kürzlich ein Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel vermittelt. Dieses sieht den Rückzug Israels unter der Bedingung vor, dass die Hisbollah entwaffnet wird. Unterdessen befindet sich der libanesische Präsident Joseph Aoun in Washington. In der US-Hauptstadt trifft er heute Präsident Donald Trump. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte die Umsetzung der Vereinbarung stehen. Ein libanesischer Regierungsvertreter sagte, Aoun sei überzeugt, dass nur Trump genügend Einfluss habe, um Israel zu einem Truppenabzug zu bewegen und dem Libanon dabei zu helfen, seine staatliche Souveränität wiederherzustellen. Demnach will Aoun Trump neben der Forderung nach einem israelischen Rückzug auch einen schriftlichen Vorschlag zur Entwaffnung des umfangreichen Hisbollah-Gebiets vorlegen.

First seen: 2026-07-21 08:22

Last seen: 2026-07-21 08:22