Seit ein Rechenfehler bei der Verteilung von Asylbewerbern in der Region München bekannt wurde, ist der Landkreis Dachau damit beschäftigt, weiterhin Platz für Schutzsuchende bereitzustellen. 400 zusätzliche Menschen sollten seit August 2025 im Landkreis Dachau untergebracht werden, tatsächlich leben hier derzeit nur 31 Asylsuchende mehr als im Vorjahr. Anders als das bayerische Innenministerium für den gesamten Freistaat angekündigt hat, soll im Landkreis die Anzahl der Unterkünfte nicht um ein Viertel sinken.Im August 2025 kam heraus, dass das Innenministerium jahrelang dem Landkreis Dachau zu wenige Asylsuchende und dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zu viele Menschen zugewiesen hatte. Der Berechnungsfehler barg politische Sprengkraft. Knapp ein Jahr später teilt das Innenministerium zwar mit, dass bayernweit rund 42.000 Unterbringungsplätze reduziert werden sollen. Der Landkreis Dachau ist indessen damit beschäftigt, bestehende Anlagen zu sanieren. Das ist prekär für die Betroffenen: Ein Großteil der Geflüchteten wohnt nur deshalb in Sammelunterkünften, weil sie auf dem angespannten Wohnungsmarkt in der Region München Diskriminierung erfahren.1300 Fehlbeleger finden im Landkreis Dachau keine WohnungIn den staatlichen Unterkünften im Landkreis Dachau stehen momentan insgesamt 2594 Betten zur Verfügung. Davon seien aufgrund von Sanierungen 2209 Betten nutzbar, teilt das Landratsamt mit. Derzeit sind 1702 Personen untergebracht. Vor einem Jahr waren es laut Landratsamt 1671 Menschen. Wegen des aktuellen Ankunftsgeschehens seien dem Landkreis nicht die angekündigten 400 zusätzlichen Geflüchteten zugewiesen, heißt es aus dem Landratsamt. Derzeit leben auch etwa 1300 sogenannte Fehlbeleger im Landkreis Dachau. So werden Personen bezeichnet, die mit ihrem aufenthaltsrechtlichen Status grundsätzlich in einer eigenen Wohnung leben könnten, auf dem angespannten Mietmarkt jedoch kein geeignetes Zuhause finden. Vor einem Jahr gab das Landratsamt noch an, dass 1161 Fehlbe...
First seen: 2026-07-21 10:24
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