News des Tages: Leihmütter, Jens Spahn, mutmaßlicher Täter von Stade begeht Suizid, Brand im Müritz-Nationalpark

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Mecklenburgs Umweltminister Till Backhaus hat einen Lauf. Nach dem Drama um den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel beschäftigt den SPD-Politiker ein neues Problem. Vom 32.200 Hektar großen Müritz-Nationalparks sind insgesamt rund 400 Hektar einem Brand zum Opfer gefallen.Eine Woche nach der ersten Meldung des Feuers scheint der Großbrand zwar eingedämmt, aber noch nicht vollständig gelöscht. »Die Sache ist tatsächlich unter Kontrolle, und wir werden dann in Kürze endgültig sagen können: Feuer ist aus«, so Backhaus.Allerdings hagelt es Kritik am Krisenmanagement. Lindon Pronto, Mitgründer der Initiative Waldbrand-Klima-Resilienz, bezeichnete den Einsatz meinem Kollegen Christoph Seidler gegenüber als »fachlich schwer nachvollziehbar«. Der Experte warf den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern vor, bewährte Alternativen ignoriert zu haben. Der offenbar von den Behörden angeordnete Einsatz von Kreisregnern sei im Kampf gegen das Feuer untauglich: »Es ist unsinnig, pauschal solche riesigen Forstflächen zu bewässern, vor allem im Sommer bei Hitze, Wind und Wasserknappheit. Wenn ich mich im Ausland umsehe, dann macht das niemand so.« Auch Wasserabwürfe aus Hubschraubern seien wenig sinnvoll, so Pronto: Aus der vorgeschriebenen Sicherheitshöhe von 1000 Metern verdunste das Wasser, bevor es den Boden erreiche.Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben der Landesregierung 150 Millionen Euro in Waldbrandvorsorge investiert, doch das Feuer im Nationalpark zeige, »dass erhebliche fachliche und operative Lücken bestehen.« Geld ersetzt halt keine Kompetenz.

First seen: 2026-07-21 15:28

Last seen: 2026-07-22 02:35