Riesige Menschenmassen sind am Montag auf den Straßen Madrids zusammengekommen, um mit Spaniens Fußballern den Weltmeistertitel zu feiern. In einem Meer aus den Nationalfarben Rot und Gelb ging es für die Spieler entlang der Hauptverkehrsstraßen zum Cibeles-Platz, wo allein knapp 120 000 Menschen warteten, einige seit den frühen Morgenstunden. Bei der Parade im offenen Bus jubelten die Spanier den Weltmeistern um Rodri und Lamine Yamal zu. „Ich schwebe buchstäblich auf Wolke sieben“, sagte Ferran Torres, der Schütze des 1:0-Siegtores im WM-Finale gegen Argentinien, vor Beginn des Korsos.Fiesta: Millionen ferien die Weltmeister in Madrid. Nacho Doce/ReutersDie Regierung schätzte die Zahl der Menschen entlang der Busfahrt und am Cibeles-Platz auf etwa zwei Millionen. Das wären mehr als beim Besuch von Papst Leo XIV. im Juni. Nacheinander betraten dort die 26 Spieler des Teams von Trainer Luis de la Fuente die Bühne, tanzten und sangen und stellten immer wieder den WM-Pokal zur Schau. Als die Moderatoren Yamal aufriefen, donnerte noch vor dessen Erscheinen ohrenbetäubender Applaus los, wie El País schrieb. De la Fuente hatte eine so einfache wie wuchtige Botschaft: „Gemeinsam sind wir stärker“, rief er.Nach der Rückkehr aus den USA am frühen Nachmittag waren die Spieler zunächst von König Felipe VI., Königin Letizia sowie deren beiden Töchtern empfangen worden. Die Königsfamilie war schon beim WM-Finale in den USA in East Rutherford anwesend und hatte an der Siegerehrung teilgenommen. Anschließend stattete das Team Ministerpräsident Pedro Sánchez einen Besuch ab. In Madrid feierten die Leute den zweiten WM-Titel nach 2010 derweil bei Temperaturen deutlich über 30 Grad mit Livemusik und einer Show, bis ihre Champions eintrafen. „Diese Generation ist damit aufgewachsen, wie Iker Casillas und Andrés Iniesta den Pokal in die Höhe gestemmt haben“, sagte Kapitän Rodri: „Dass wir das heute selbst erleben dürfen, ist das Größte, was man im Fußball erreichen kann.“
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