Der 45-Jährige, der vor rund drei Wochen sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade getötet haben soll, hat Suizid begangen. Das teilte das niedersächsische Justizministerium mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen aktuell nicht vor. Hier finden Sie Hilfe Menschen, die Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge unter www.telefonseelsorge.de oder bei den kostenlosen Hotlines 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 rund um die Uhr Hilfe. Der Gefangene wurde heute um 6 Uhr von einem Stationsbediensteten im Rahmen der morgendlichen Lebend- und Vollzähligkeitskontrolle in seinem Einzelhaftraum in Bremervörde (Landkreis Rotenburg) aufgefunden. Der Gefangene wies zu diesem Zeitpunkt bereits keine Körpertemperatur mehr auf. Durch den herbeigerufenen Notarzt wurde um 6.29 Uhr der Tod des Gefangenen durch Strangulation festgestellt. Die Ermittlungen zu den konkreten Umständen des Todes wurden eingeleitet und laufen derzeit. Es wurden zwischenzeitlich sowohl die Angehörigen des Toten als auch die Angehörigen der Opfer in Stade informiert. Die CDU-Opposition im niedersächsischen Landtag forderte derweil eine Aufklärung des Vorgangs. »Die Justizministerin muss jetzt lückenlos darlegen, wann welche Hinweise auf eine mögliche Selbstgefährdung vorlagen, wie diese bewertet wurden, welche Schutzmaßnahmen angeordnet waren und ob sie tatsächlich eingehalten wurden«, sagte Carina Hermann, die Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU-Landtagsfraktion. »Dass der Beschuldigte nun tot in seiner Zelle aufgefunden wurde, nimmt den Angehörigen auch die Möglichkeit, die vollständige strafgerichtliche Aufarbeitung der Tat zu erleben«, kritisierte Hermann. Die CDU-Fraktion wirft der niedersächsischen Justizministerin Kathrin Wahlmann eine »Serie schwerwiegender Pannen« vor. Zuletzt stand die SPD-Politikerin nach einer zwischenzeitlichen Flucht eines verurteilten Mörders aus dem Gefängnis in der Kritik. Sechs Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung getötet Der 45-jährige...
First seen: 2026-07-21 16:29
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