Kaputte Autos, blockierte Strommasten – in Deutschland droht ein Storchen-Problem

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Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Weißstorch in Deutschland beinahe verschwunden. Inzwischen hat sich sein Bestand so sehr erholt, dass die Tiere zum Problem werden. Experten sehen sogar die Stromversorgung gefährdet.Er ist groß, weiß und gilt als Glücksbote: der Weißstorch. Der Vogel brütet derzeit so viel wie noch nie in Deutschland. Das teilte der Naturschutzbund (Nabu) mit. Diesen Sommer rechnet der Nabu mit rund 15.000 Brutpaaren. „Selbst vor 100 Jahren gab es nicht so viele Störche“, sagte Bernd Petri von der Nabu-Bundesarbeitsgruppe Weißstorch. In den 1980er Jahren habe es in den beiden deutschen Staaten weniger als 3000 Brutpaare gegeben. Aus vielen Regionen seien die Tiere sogar vollständig verschwunden gewesen. Die Zahl der Störche hat sich seitdem mehr als verfünffacht.Der Rückgang hatte mehrere Ursachen. Den Störchen brachen Nahrungsräume weg: Zahlreiche Moore wurden trockengelegt und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. Damit verschwanden auch seichte Gewässer, in denen der Storch nach Fröschen, Insekten, Fischen und Würmern sucht. Immerhin verspeist ein ausgewachsener Storch bis zu 700 Gramm tierische Nahrung jeden Tag. Lesen Sie auchWeltplus ArtikelMikrobiom und PsycheAußerdem wurden die Zugrouten für die Störche immer gefährlicher. Stromleitungen oder Windenergieanlagen etwa wurden vielen Störchen zum Verhängnis. Mittlerweile hat sich der Bestand jedoch deutlich erholt. Der Nabu spricht von einem „guten Erhaltungszustand“.Was hat sich verändert? Mittlerweile werden immer mehr Moore renaturiert. Die im Jahr 2022 beschlossene Moorschutzstrategie sieht die weitere Wiedervernässung von trockengelegten Mooren vor. Zudem wird auch Grünlandbewirtschaftung gefördert, die auf den Weißstorch abgestimmt sei. Aber auch die Störche passten sich an. Immer mehr Tiere verkürzen ihren Zug im Herbst – und erhöhen so ihre Überlebensrate. Die meisten Weißstörche sind ausgeprägte Zugvögel, die ihre Brutplätze zwischen Mitte August und Anfang September verlassen...

First seen: 2026-07-22 05:37

Last seen: 2026-07-22 07:39