Solarfenster nutzt Sonnenlicht von außen und Kunstlicht von innen

https://www.heise.de/rss/heise-atom.xml Hits: 74
Summary

Ein Forschungsteam des University College London (UCL) hat einen Prototyp einer halbtransparenten Solarzelle entwickelt, die an Fensterscheiben angebracht werden kann, um Energie aus Sonnenlicht von außen und aus Kunstlicht aus dem Inneren eines Hauses gewinnen zu können. Energie soll so nicht nur bei Sonnenschein mit den Solarpaneelen gewonnen werden können, sondern auch an bewölkten Tagen und abends, wenn in Innenräumen Licht eingeschaltet ist. Weiterlesen nach der Anzeige Solarmodule werden hauptsächlich auf Häuserdächern installiert, um Strom zu liefern. Große Fensterflächen moderner Gebäude bleiben dagegen ungenutzt, weil herkömmliche Solarzellen aufgrund ihrer Intransparenz dort nicht eingesetzt werden können. Die UCL-Forscher wollten das ändern. In der Studie „Multimodal Strategy for Efficient Semi‐Transparent Perovskite Solar Cells and Modules with Record Indoor Performance“, die in Advanced Energy Materials erschienen ist, beschreiben sie einen halbtransparenten Prototypen eines Perowskit-Solarmoduls, das durch seine eingeschränkte Transparenz auf Fensterflächen aufgebracht werden kann und zugleich Innenräume teilweise vom Sonnenlicht abschirmt. Die Solarzelle hilft dann dabei, einen Teil der Energie zu sparen, die für die Kühlung der Innenräume nötig wäre. Perowskit-Prototyp Der erstellte Prototyp misst lediglich 30 cm × 30 cm. Die Wissenschaftler verwendeten Computermodelle, um die verschiedenen Schichten des Solarmoduls optimal anzuordnen und deren notwendige Dicke zu bestimmen. Damit stellen die Forscher sicher, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Transparenz und Effizienz gewährleistet ist. Anstatt Silizium, wie in herkömmlichen Solarzellen, verwendeten die Forscher Perowskit. Das Material lässt sich in seiner Zusammensetzung so anpassen, dass es die spezifischen Wellenlängen von Kunstlicht besser absorbieren und Energie gewinnen kann. Herausgekommen ist dabei eine lediglich 185 nm dünne Perowskit-Schicht. Die ist damit etwa 500-mal dünner als ei...

First seen: 2026-07-22 07:38

Last seen: 2026-07-25 09:38