AUDIO: Auftakt der Tarifverhandlungen für Beschäftigte in Seehäfen (1 Min) Tarifverhandlungen für Beschäftigte in Seehäfen starten Stand: 22.07.2026 11:56 Uhr Für die rund 11.000 Beschäftigten in den norddeutschen Seehäfen beginnen am Mittwochvormittag die Tarifverhandlungen. Die erste Verhandlungsrunde findet in Bremen statt. Ver.di will nach eigenen Angaben besonders die mittleren und unteren Lohngruppen fördern. Die Gewerkschaft ver.di geht mit Forderungen von 8,2 Prozent in die Gespräche mit dem Zentralverband der deutschen Seehäfen (ZDS) - "mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde mehr", wie Verhandlungsführerin Sylvi Krisch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Krisch verwies auf die Steigerungen beim Containerumschlag, die den Hafenbetrieben zugutegekommen seien. Zugleich hätten weitere Kostensteigerungen die Kaufkraft der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter geschmälert. Friedenspflicht: Vorerst keine Warnstreiks möglich Die Beschäftigten hätten bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen die Lieferketten am Laufen halten, erklärte Krisch. Das müsse sich auch auf dem Lohnzettel niederschlagen. Die Arbeitgeberseite muss laut Krisch ein gutes Angebot vorlegen. Bis zum 30. Juli gilt noch die Friedenspflicht. Warnstreiks seien erst danach möglich, so ver.di. Von der Arbeitgeberseite heißt es: "Der ZDS möchte an die Lohnrunde im vergangenen Jahr anknüpfen, um die Stabilität und Verlässlichkeit der deutschen Seehäfen sicherzustellen. Die Seehafenwirtschaft erwartet konstruktive Verhandlungen." Schnelle Einigung bei vergangener Verhandlung Im vergangenen Jahr hatten sich die Tarifparteien bereits nach zwei Verhandlungstagen mehr oder weniger geräuschlos auf eine Anhebung der Stundenlöhne um 3,1 Prozent geeinigt. Doch nicht immer verliefen die Verhandlungen so harmonisch: 2022 und 2024 brauchte es mit neun beziehungsweise zehn Verhandlungsrunden deutlich länger. Ver.di-Verhandlungsführerin Krisch bezweifelt, dass es so schnell gehen wird wie im vergangenen Jahr:...
First seen: 2026-07-22 10:41
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