Hände hoch! Als der verwöhnte Millionärssohn Alfred Butler (Buster Keaton) in den Boxring steigt – eher unfreiwillig und nur um einer Frau zu gefallen –, muss ihm der Ringrichter erst einmal die Regeln erklären: Wie man die Handschuhe richtig anzieht, oder dass er die Hände besser hochhalten und nicht hängenlassen solle. Hilft alles nichts: Der boxende Butler ist ein Totalausfall, er läuft vor seinem Gegner davon, umarmt den Ringrichter oder springt gleich direkt aus dem Boxring.Der Stummfilm „Battling Butler“ (der in Deutschland unter einer ganzen Reihe von Titeln lief, unter anderem als „Der Killer von Alabama“), beruht auf einem Broadway-Musical, Buster Keaton machte daraus eine Kampfsport-Satire. Den verweichlichten Mann spielte er nur: Der Komiker war überaus sportlich und muskulös, nicht umsonst gilt er als der erste Actionstar der Filmgeschichte. Vor 100 Jahren kam der Film in die Kinos, er sollte der größte Kassenerfolg in Keatons Karriere werden.Am letzten Juli-Wochenende ist er in München wieder auf der großen Leinwand zu sehen: Das Filmmuseum zeigt „Battling Butler“ im Rahmen der Internationalen Stummfilmtage, live vertont wird der Film vom Stummfilm-Musiker Neil Brand aus London. Auch im Vorfilm wird geboxt: „The Champion“ aus dem Jahr 1915 hat eine Laufzeit von 31 Minuten, Charles Chaplin muss ebenfalls in den Ring, kämpft aber auf recht unfaire Art mit Hufeisen in den Handschuhen. Am 26. Juli ist bei den Stummfilmtagen noch ein Kurzfilmprogramm mit „Pikanterien und Schamlosen“ aus der Frühzeit des Kinos zu sehen. Danach geht das Filmmuseum bis 7. September in die Sommerpause.Battling Butler, USA 1926, Regie und Hauptrolle: Buster Keaton. Samstag, 25. Juli, 20 Uhr, Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1
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