Bayreuther Festspiele: Die Wunde öffnen

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Summary

Richard Wagners Oper „Rienzi“ ist ein Monstrum. Das liegt zunächst schon an den Anforderungen an die Titelpartie und der schieren Länge. Sie gilt als Wagners längste Oper, obwohl kaum jemand genau sagen kann, wie lang sie wirklich ist (vermutlich sechs Stunden). Oder besser, sein könnte, die Originalpartitur ist verschollen. Schon nach der Uraufführung 1842 in Dresden begann Wagner selbst, mit Kürzungen und Alternativfassungen zu experimentieren, machte den Versuch, das Werk auf zwei Abende zu verteilen, was beim Publikum nicht gut ankam. Nach Wagners Tod versuchte seine Witwe Cosima, den „Rienzi“, der mehr oder weniger aus einzelnen Nummern besteht, in Richtung Musikdrama umzukrempeln und zu verdichten, ihn also an das, was Wagner danach komponiert hatte, anzugleichen. Sie hatte damit durchaus Erfolg: Die sogenannte Cosima-Fassung wurde gerade im „Dritten Reich“ des Öfteren aufgeführt.

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