Schroffe, bis zu 70 Meter hohe Kalkstein-Felsen, steile Schluchten und ein wilder Wald voller Eichen, Ahornbäume und am Boden schier undurchdringlichem Gestrüpp: Das ist das Naturschutzgebiet Max-Schultze-Steig, das eines der ältesten seiner Art in Bayern ist. Es erstreckt sich im Süden von Regensburg auf einem ungefähr zwei Kilometer langen und 300 Meter tiefen Streifen die Donau entlang in Richtung Pentling.Mit ein wenig Glück kann man hier Haselmäuse, Schlingnattern, Dohlen, Singdrosseln, Spechte, Zaunkönige und Rotkehlchen beobachten. Wer das Gelände durchstreift, merkt eigentlich nur am permanenten Verkehrslärm von der Sinzinger Autobahnbrücke her, die über Teile des Naturschutzgebiets hinwegführt, dass er mitten in der Zivilisation ist.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Benannt ist das Naturschutzgebiet nach dem Künstler Max Schultze (1845-1926). Er hat als Hofarchitekt des Fürstenhauses Thurn und Taxis und Planer des Regensburger Schlosses in seiner modernen Gestalt über Fachkreise hinaus eine gewisse Bekanntheit erlangt. Schultze war der Natur sehr verbunden. 1906 erwarb er eine Reihe von Grundstücken und rettete damit die einmalige Felslandschaft dort vor der Sprengung und dem Abbau des Kalkgesteins. Später schenkte Schultze das Gelände der Stadt Regensburg unter der Bedingung, „dass das fragliche Areal für alle Zeiten so bleiben soll, wie es jetzt ist, ein Stück unverfälschter Natur“. So steht es auf der Homepage der Stadt. Regensburg hielt sich dran, 1921 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt.Dieser Tage hat der Schutz der Donau-Landschaft im Süden von Regensburg abermals eine bedeutsame Aufwertung erfahren. Der Unternehmer Herbert Zimmermann hat dem Bund Naturschutz (BN) elf Hektar naturnahes Weidel...
First seen: 2026-07-22 12:43
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