Die SPD unterstützt Thorsten Frei (CDU) als möglichen künftigen Unionsfraktionschef. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Kanzleramtschef in seiner neuen Funktion, »wenn die Gremien bei der Union dann noch die Zustimmung nächste Woche geben«, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese. Er habe mit Frei in der Vergangenheit »sehr gut zusammengearbeitet«. Beide waren in der vorherigen schwarz-roten Koalition von 2018 bis 2021 stellvertretende Fraktionsvorsitzende für den Bereich der Innen- und Rechtspolitik. »Ich habe ihn da als sehr versierten Kollegen kennengelernt, mit dem man gut verhandeln kann, der sehr detailliert auch immer in den Themen drin ist«, sagte der SPD-Parlamentsgeschäftsführer. Die Chefs von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, hatten Frei als Nachfolger Jens Spahns (CDU) vorgeschlagen. In einer Sondersitzung am 29. Juli soll er von der Unionsfraktion auf den Posten gewählt werden. Spahn war nach Kritik an seiner Familiengründung mithilfe einer Leihmutter am Wochenende als Unionsfraktionschef zurückgetreten. FDP-Chef Wolfgang Kubicki sieht in der Nominierung von Frei »keinen Befreiungsschlag für Merz«. »Der koalitionsinterne Unmut über das Kanzleramt unter Thorsten Frei war in Berlin schon lange unüberhörbar«, sagte Kubicki der Rheinischen Post. »Ihm nun einen noch wichtigeren Posten in der Koalition zu geben, ist eine bemerkenswerte Entscheidung.« Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
First seen: 2026-07-22 13:45
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