Die angeschlagene Warenhauskette Galeria kämpft erneut um ihre Zukunft. Bundesweit 33 Standorte sollen auf ihre Rentabilität geprüft werden, wie das Unternehmen mitteilte. Betroffen sind sieben Standorte in Nordrhein-Westfalen, fünf Standorte in Baden-Württemberg, jeweils vier in Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz, je zwei in Hessen und Niedersachsen und jeweils einer in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.Man wolle mit den Vermietern über Konditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Verlaufen die ergebnislos, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche mit den Vermietern demnach bereits, bei anderen sollen sie nun beginnen. Alle 83 Warenhäuser müssten nachhaltig profitabel wirtschaften, hieß es. Da alle Filialen diesbezüglich Optimierungspotenzial hätten, sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüft Galeria auch den Umzug in geeignetere Immobilien und Neueröffnungen.Im Juni wurde bereits bekannt, dass rund 30 Filialen als gefährdet gelten. Mehrere Vermieter beklagten in den vergangenen Monaten, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt worden seien. Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und räumte ein, die Vermieter um eine Stundung gebeten zu haben. Der Konzern, der etwa 12 000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Ein Grund dafür war die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Seitdem hat Galeria auch neue Eigentümer: Das Unternehmen gehört einer US-Investmentgesellschaft und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Infolge der Krise des Konzerns, der aus der Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt hervorgegangen war, wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Warenhäuser geschlossen.
First seen: 2026-07-22 14:46
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