Hamburg Hamburger wollte halbe Milliarde vom Bund: Corona-Forderung abgeschmettert Die 1. Zivilkammer des Kölner Landgerichts: Richter Christian Meurs, der Vorsitzende Stefan Bellin und Richter Michael Stiel (v.l.). picture alliance/dpa | Wolf von Dewitz Da dürfte wohl auch Jens Spahn etwas aufgeatmet haben: Die Klage eines Hamburger Textilhändlers wegen eines Geschäfts zu Corona-Masken ist gescheitert. Grundlage für die Klage sind Mails von Spahn. Im Streit über rund eine halbe Milliarde Euro wegen Corona-Maskenlieferungen hat ein Hamburger Textilhändler eine Niederlage einstecken müssen. Mails des Textilhändlers mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wertete das Landgericht Bonn nicht als Kaufvertrag. „Die Klage ist in der Sache nicht begründet, es gibt keinen Anspruch der Klägerin auf Zahlung”, sage der Vorsitzende Richter Stefan Bellin. Die vom Kläger geforderte Vernehmung von Spahn als Zeugen lehnte der Richter ab (Aktenzeichen 1 O 213/25). Eingereicht hatte die Klage die Hamburger Pure Fashion Agency GmbH und deren Chef Matthias Timm. Der frühere Profi-Fußballer und Junioren-Nationalspieler betreibt einen Textilhandel, etwa mit Restposten. Der heute 57-Jährige verfügt über gute Kontakte in die Türkei und andere Staaten. Sein Netzwerk zu Produzenten kam ihm in der Corona-Krise zugute, im Frühjahr 2020 wollte er kurzfristig Schutzausrüstung beschaffen. Was genau besagten die Mails von Spahn?Am 8. März 2020 rief ihn überraschend der damalige Bundesgesundheitsminister Spahn an, wie in der Gerichtsverhandlung besprochen wurde. Danach schrieben sich Timm und Spahn Mails, die in dem Gerichtsverfahren aktenkundig wurden. Er wolle das „heute rechtlich verbindlich [...] einlocken, damit die Masken bei uns in D (Deutschland) landen”, schrieb Spahn am 9. März 2020. Und später: „Jetzt will ich erst mal rechtlich verbindlich das Zeug ;-)”. Der Textilhändler wertete die Korrespondenz als Kaufvertrag über 287 Millionen Euro. Inklusive Zinsen wären das bi...
First seen: 2026-07-22 16:47
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