AUDIO: Auftakt der Tarifverhandlungen für Beschäftigte in Seehäfen (1 Min) Tarifverhandlungen für Beschäftigte in Seehäfen gestartet Stand: 22.07.2026 18:51 Uhr Für die rund 11.000 Beschäftigten in den norddeutschen Seehäfen haben am Mittwoch die Tarifverhandlungen begonnen. Die erste Verhandlungsrunde in Bremen endete ohne Ergebnis. Ver.di will nach eigenen Angaben besonders die mittleren und unteren Lohngruppen fördern. Die Gewerkschaft ver.di geht mit Forderungen von 8,2 Prozent in die Gespräche mit dem Zentralverband der deutschen Seehäfen (ZDS) - "mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde mehr", wie Verhandlungsführerin Sylvi Krisch der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Das Angebot der Arbeitgeber bleibt weit hinter dem zurück, was die Kolleginnen und Kollegen angesichts ihrer enormen Belastung und ihrer zentralen Rolle für die Leistungsfähigkeit der deutschen Seehäfen verdienen." Arbeitgeber zurückhaltend Von der Arbeitgeberseite heißt es: "Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) möchte an die Lohnrunde im vergangenen Jahr anknüpfen, um die Stabilität und Verlässlichkeit der deutschen Seehäfen sicherzustellen. Die Seehafenwirtschaft erwartet konstruktive Verhandlungen." Die Gespräche sollen am 5. und 6. August in Bremerhaven fortgesetzt werden. Bis zum 30. Juli gilt noch die Friedenspflicht. Warnstreiks seien erst danach möglich, so ver.di. Schnelle Einigung bei vergangener Verhandlung Im vergangenen Jahr hatten sich die Tarifparteien bereits nach zwei Verhandlungstagen mehr oder weniger geräuschlos auf eine Anhebung der Stundenlöhne um 3,1 Prozent geeinigt. Doch nicht immer verliefen die Verhandlungen so harmonisch: 2022 und 2024 brauchte es mit neun beziehungsweise zehn Verhandlungsrunden deutlich länger. Für die Hafenbeschäftigten in Hamburg und den anderen norddeutschen Ländern fordert die Gewerkschaft ver.di 8,2 Prozent mehr Lohn. In einem Positionspapier fordern sie eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Häfen. Schlagwörte...
First seen: 2026-07-22 17:49
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